Stammbahn-Diskussion


In den letzten Monaten hat sich die Diskussion um die Reaktivierung der Stammbahn intensiviert. 

 Dabei besteht – soviel ist aus den aktuellen Diskussionen in den Ausschüssen unserer Gemeinde und bei öffentlichen Veranstaltungen herauszuhören - wohl auf Länderebene und seitens der Deutschen Bahn die eindeutige Präferenz, auf der ehemaligen Stammbahn eine Fernbahntrasse zu errichten. Diese ist kostenmäßig weit teurer als die derzeit auch diskutierten S-Bahn-Varianten und lässt erheblichen Verkehr auf der Strecke erwarten.

In unserer Gemeindevertretung wurde im Mai 2018 ein Antrag angenommen, mit dem Kleinmachnow die Reaktivierung der Stammbahn unterstützt. Argumentiert wird in der Begründung des Antrags v. a. mit der stark gewachsenen Nachfrage im Regionalverkehr aus dem Brandenburger Umland nach Berlin-Mitte, wozu jedoch derzeit auch andere Lösungsalternativen diskutiert werden. 

Unser Verein befürwortet ausdrücklich die Verbesserung des ÖPNV in unserer Region! Wir teilen jedoch die Befürchtung, dass auf einer Fernbahntrasse viel Schienenverkehr an uns vorfahren wird und die BürgerInnen unseres Ortes und der anliegenden Gemeinden keinen größeren Nutzen von der Strecke haben werden (wenig Anbindungspunkte), dafür aber deutliche Lärm- und neue Verkehrsbelastungen. 


Mit dem Bau einer Fernbahntrasse wären erheblichen Eingriffe in die Natur verbunden, da diese ein wesentlich massiveres Bauwerk darstellen wird als eine S-Bahn-Trasse. Dies betrifft sowohl die durchfahrenen Orte, als insbesondere auch den Dreilindener Forst! 


Mit einem einstimmigen Mitgliederbeschluss wurde im September 2019 beschlossen, dass sich unser Verein für eine klima-, natur- und ressourcen-schonende Alternative zum Neubau der Stammbahn einsetzen soll, nämlich die Nutzung des vorhandenen Gleises der ehemaligen "Wannseebahn" entlang der Trasse der S1 von Wannsee bis Zehlendorf. Lesen Sie weiteres zu dieser Position in unserem aktuellen Diskussionspapier.





Wir laden Sie herzlich ein zu den aktuellen Veranstaltungen, die unser Förderverein gemeinsam mit dem neu gegründeten Aktionsbündnis Ressourcen nutzen, Natur schützen veranstaltet:


Flyer zur Veranstaltung


·        Im Rahmen einer Informationsveranstaltung am Montag, den 25.11.2019 um 20 Uhr in den Neuen Kammerspielen, Karl-Marx-Straße 18, 14532 Kleinmachnow, wollen wir die fachliche Auseinandersetzung fortführen und über Natur-, klima- und ressourcenschonende Alternativen zur Stammbahntrasse informieren und diskutieren. Als Sprecher erwarten wir Vertreter aus den Bereichen Verkehrsplanung, Naturschutz und Politik, denen wir sehr herzlich für ihre Teilnahme danken. Das vorläufige Programm finden Sie hier.

Am Samstag, den 30.11.2019, wollen wir unseren Forderungen mit einer Kundgebung und anschließendem Fackel- und Laternenumzug Nachdruck verleihen. Wir laden deshalb ein zur Kundgebung um 17:00 Uhr am Adam-Kuckhoff-Platz in Kleinmachnow (Marktplatz am Düppel), mit anschließendem Laternen- und Fackelumzug mit Groß und Klein entlang der betroffenen Wohngebiete in der Berlepschstraße bis zum ehemaligen S-Bahnhof Zehlendorf-Süd und zurück entlang der Stammbahntrasse durch den Wald.


Positionspapier des Aktionsbündnisses Ressourcen nutzen, Natur schützen